Pianisten im Puff

Springer & Jacoby schreibt eine E-Mail an Dr. Klaus Cäsar Zehrer, seines Zeichens Dozent am Fachbereich Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation der Universität der Künste, Berlin. Ich sage nur: ganz großes Tennis!

Sehr geehrter Herr Zehrer,

dies ist ein Werbetext. Wir möchten Sie als Dozenten nämlich überreden, schreibenden Talenten zu einem Praktikum bei Springer & Jacoby zu raten. Zu einem Text-Praktikum, um genau zu sein.
Ein Text-Praktikum in einer Werbeagentur ist der erste Schritt auf dem Weg zum Werbetexter. Es ist die günstige Gelegenheit, in eine faszinierende Zukunftsbranche hineinzuschnuppern. Es gibt viele schreibende Talente. Und viele von ihnen kommen gar nicht auf die Idee, dass sie statt Drehbücher zu schreiben oder Journalist zu werden, auch sehr gut in der Werbung aufgehoben wären. Ein Werbetexter beschriftet bei uns nicht die Rückseite einer Prilflasche. Er (oder sie) entwickelt Schlagzeilen für Anzeigen, Scripts für Werbefilme, Konzepte für Werbekampagnen, Slogans und Funkspots. Für Kunden wie Mercedes-Benz, Alois Müller oder Coca Cola.
Wer sich für die Karriere als Werbetexter entscheidet, wird wohl nie einen Pulitzer-Preis gewinnen. Dafür kann er sich aber mit Glück beim jährlichen Werbefilmfestival in Cannes einen goldenen Löwen abholen. Das ist doch auch was! Kennen Sie talentierte Schreiber für ein Praktikum bei Springer & Jacoby? Wir würden uns über Ihre Hilfe sehr freuen. Im Anhang finden Sie alles noch einmal in Kurzform zum Verteilen an Interessierte.

Mit den besten Grüßen & freudiger Erwartung Ihrer Antwort
XXXXXXXXXX

XXXXXXXXXX
Springer & Jacoby Werbung GmbH & Co. KG
Poststrasse 14-16
20354 Hamburg
Tel: +49 40 35603-XXXX
Fax: +49 40 35603-XXX
http://www.sj.com

Und nun die Antwort:

Sehr geehrte Frau XXXXXXXXXX,

ich fürchte, Sie haben unrecht: Es kommen leider immer noch viel zu viele Schreiber auf die Idee, ihr Talent in der “faszinierenden Zukunftsbranche” der Reklame zu vergeuden, anstatt einen anständigen Beruf zu ergreifen. Ich verstehe es daher als Teil meines Bildungsauftrags, meinen Studenten ein Gefühl dafür zu vermitteln, daß das Verfassen von Reklametexten zu den unwürdigsten und nichtsnutzigsten Tätigkeiten auf Erden zählt. Insbesondere die Kampagne für den Molkereihalunken Alois Müller ist ein hirnzersetzender Scheißdreck historischen Ausmaßes, für dessen Urheber es dermaleinst keine adäquate Höllenstrafe geben wird.
Ich bitte also um Ihr Verständnis dafür, daß ich mich als kostenloses Bindeglied zwischen der unabhängigen Bildungseinrichtung Universität und Ihren Profitinteressen nicht zur Verfügung stellen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Klaus Cäsar Zehrer

(übrigens ist die UDK die meines Wissens einzige deutsche Hochschule, die mit dem Fachbereich GWK einen anerkannten Studiengang für potentielle Werbetexter bietet und durchaus enge Verbindungen zu Werbeagenturen unterhält)



65 Kommentare dazu:


  1. Hirnzersetzender Scheißdreck, Dr. Zehrer ist mir auf Anhieb sympatisch.

    meint Sebastian am 12.05.2005 um 22:50 via Kommentar


  2. Hmmh. Sein Seminar ist sehr gut. Finde ich. Und ansonsten eine Ansage, die Charakter erkennen läßt, den man teilen kann, ich aber trotz seines Bildungsauftrages nicht muss. Es ist hier wahrscheinlich der Humor, der zynisch aus ihm spricht.

    Aber wohl richtig - im Moment schwirren an der Uni konstant viele Agentur- und Unternehmensleute herum. SJ fehlt leider. Da kann man aber sicherlich was machen - einfach das Forum fragen. Hmmh. Der Brief ist für Klaus dann vielleicht zu “werbisch” witzig. Fast zwanghaft urkomisch mit so einem augenzwinkerndem Witz. So, wir beide wissen doch worum es geht, was schreib ich da eigentlich Klaus, alter Atze. Da muss man ja zynisch werden. So, ich weiß doch was ihr eigentlich wollt, ihr Unternehmer.

    Jedenfalls ist doch bald der Werbekongress 2005 (Berliner Kommunikations FORUM e.V., GWK-Blüte) in Berlin, und da ist S&J ja zum Glück auch wieder dabei.

    Ich nehm’ dann das Springer Praktikum.

    meint Tom am 13.05.2005 um 02:26 via Kommentar


  3. Ein schönes “Nein”.

    meint Arnold am 13.05.2005 um 03:45 via Kommentar


  4. geil.

    meint c am 13.05.2005 um 05:30 via Kommentar


  5. Mal ehrlich - die textliche Kompetenz im Schreiben aus dem Hause Springer ist nun jetzt keine, die mich grade hier vom Hocker zerrt.

    Da bekommt Dr. Zehrer deutlich 10 Punkte …..

    meint Vancouver am 13.05.2005 um 07:58 via Kommentar


  6. Bin ob des wortwörtlichen Dilettantismus des S&J Werbebriefchens erschüttert. Der Prof. hingegen scheint eine Feder zu führen, wie ich sie in der deutschsprachigen Werbung schon lange vermisse. Da kann man nur zum Studium raten.

    meint carboncopy am 13.05.2005 um 08:53 via Kommentar


  7. Woher haben Sie diesen Briefwechsel? Ansonsten toller Artikel!

    meint nb am 13.05.2005 um 08:55 via Kommentar


  8. recht hat er. Ihn allerdings würden wir sofort einstellen. Grandios und wortgewaltig. Dermaleinst wird er Sprachpapst.

    meint C_B am 13.05.2005 um 09:53 via Kommentar


  9. Moment Mal! Was ist das für ein Brief? Und wie bist du da rangekommen? Und vor allem: woher hast du die Antwort?
    Ich glaube, hier handelt es sich um einen Fake, denn ich wäre tatsächlich ebenfalls erschüttert, wenn S&J solch bahnbrechend lahmarschige Rekrutierungsmaßnahmen durchzieht, es sei denn, die Antwort des Herrn Dr. Klaus Cäsar Zehrer gehört mit dazu…
    Dann wäre das Ganze allerdings äußerst gelungen.

    meint Heinz am 13.05.2005 um 10:09 via Kommentar


  10. Kann mir auch nicht vorstellen, dass aus dem Hause S&J irgend jemand glaubt, einem Professoren der HdK (heißt die jetzt wirklich UdK?) erklären zu müssen, worin die Aufgaben eines Werbetexters bestehen. Dennoch ist der Antwortbrief natürlich schön geschrieben :-)

    meint ramses101 am 13.05.2005 um 10:39 via Kommentar


  11. “(übrigens ist die UDK die meines Wissens einzige deutsche Hochschule, die mit dem Fachbereich GWK einen für potentielle Werbetexter adäquaten und anerkannten Studiengang anbietet und durchaus enge Verbindungen zu Werbeagenturen unterhält)”

    stimmt so nicht… es gibt schließlich auch die Texterschmiede in Hamburg, die laut Eigenwerbung “einzige Eliteschule für Werbetexter in Deutschland”.

    die hat noch eine engere Verbindung zu en Agenturen, weil sie von ihnen getragen wird.

    meint M am 13.05.2005 um 10:39 via Kommentar


  12. der prof. gibt dieses semester ein seminar namens: “sprachlicher humor” ;-)

    wie passend

    meint ich am 13.05.2005 um 10:43 via Kommentar


  13. @Heinz: Der Email-Verkehr macht gerade die Runde durch diverse Agenturen. Ich habe zudem die Absender, Weiterleiter, und Mailheader gecheckt und bin der Meinung: Der “Briefwechsel” ist authentisch. Natürlich habe ich hier im Eintrag diverse E-Mail-Adressen, Namen etc. absichtlich unkenntlich gemacht bzw. rausgelöscht.

    @M: Die UdK ist m.W. tatsächlich die einzige deutsche Hochschule(!), d.h. staatlich getragene Institution mit einem derartigen Studiengang. Die Texterschmiede ist eine reine Privatveranstaltung und bietet daher auch keinen staatlich anerkannten Abschluss.

    meint Verführer am 13.05.2005 um 11:06 via Kommentar


  14. @ramses:
    Nun ja, scheint mir ein eben nicht sonderlich “gezielt” versendeter Standard-Brief zu sein, der vermutlich alle paar Monate aus dem Hause S&J (wie auch aus vielen anderen Agenturen) gebündelt an Profs diverser Hochschulen u.ä. rausgeht. Was m.M. den leicht beleidigten Tonfall Dr. Zehrers mit erklären würde.

    Ansonsten aber liegt S&J gar nicht mal so falsch mit der Vermutung, einigen Profs der HdK, ähhh, UdK (was für ein fahrlässiger Umgang mit einer mühevoll aufgebauten Marke!) erklären zu müssen, was ein Werbetexter eigentlich macht. Zum einen ist die UdK nun mal in erster Linie eine Kunst- und Musik-Uni, das Thema Werbung wird von vielen dort mehr als kritisch beäugt. Zum anderen tummeln sich aber auch bei GWK selbst mehrere Dozenten, die den “Gesellschafts-”-Teil des Studiengangsnamens für den einzig relevanten halten…

    meint d. am 13.05.2005 um 14:39 via Kommentar


  15. Viel schlimmer als Müller-Kampagne und Dilettanten-Brief ist ist die furchtbare Arroganz dieser Antwort (wenn sie denn echt ist). Mein Gott, wir machen halt auch nur unseren Job und hinter so manchem Erguss aus Abendblatt und Stern braucht sich die Müller-Kampagne wirklich nicht verstecken. Und zum anständigen UdK-Dozenten reicht’s halt nicht bei jedem.

    meint f am 13.05.2005 um 14:49 via Kommentar


  16. Werbung ist der letzte Dreck! Kaufimpulse auslösen ist zynisch. “Mein Gott, wir machen halt auch nur unseren Job”, ist eine Antwort, die für sich spricht, oder? Wer nichts wird, wird Werber. Wie wäre es, wenn die Werbeindustrie die Folgekosten ihres Schaffens übernimmt? Überschuldete Jugendliche (Handyklingeltöne, Markenklamotten, Alkoholismus, etc.) sprechen für sich…

    meint JoXi am 13.05.2005 um 15:08 via Kommentar


  17. Dr. Zehrer spielt einen sehr schwulen Fußball, sowohl sprachlich, als auch metaphorisch, wenn ich das als quasi Eingeweihter einmal sagen darf.

    meint Dr. Bermbach am 13.05.2005 um 15:21 via Kommentar


  18. ich habe mich köstlich amüsiert und auch gerade wegen der schwülstigen wortwahl herrn dr. zehrers. sollte das match real sein, ziehe ich den hut vor ihm. dennoch gebe ich zu bedenken > was versucht er mit der bezeichnung “kostenloses bindeglied” hervor zuheben? jeder hat seinen preis?

    meint yvonn am 13.05.2005 um 17:09 via Kommentar


  19. Tja, vor langen, langen Jahren hab ich auch mal an der HUdK studiert, und die Hälfte der Studenten wollte von Werbung aber auch gar nichts wissen. Das hat die Profs auch schon geärgert, ständig der Manipulations-Lehrerei angeklagt zu werden. Damals ging es in den Textkursen hauptsächlich um Werbetext. Der Kommentar: “Beide Briefe zusammen” = 1 Kampagne würde m.E. passen

    meint MiSt am 13.05.2005 um 17:31 via Kommentar


  20. @d: Das mit dem Standard-Brief könnte natürlich eine Erklärung sein. Ich bin da aber nach wie vor skeptisch.

    meint ramses101 am 13.05.2005 um 17:32 via Kommentar


  21. Wenn JoXi`s Kommentar nun dazu führt, dass jemand mit HdK-Abschluss jetzt nicht zum Werber mutiert, sondern am Versuch scheitert, seinen Lebensunterhalt mit der – in den meisten Fällen – doch recht brotlosen Kunst der Schreiberei zu erwirtschaften, dann bitte ich JoXi mal über die Folgekosten seines Postings nachzudenken. Und bitte das Licht ausmachen, wenn man das Zimmer verlässt - Folgekosten!!!!

    Des weiteren würde mich interessieren, wie sehr schwuler Fussball aussieht, der auftritt, wenn man einen Brief schreibt. Contenance bitte, meine Herren.

    meint C_B am 13.05.2005 um 17:43 via Kommentar


  22. >Wer nichts wird, wird Werber.
    in meinem fall trifft das zu.
    ueberschuldete jugendliche allerdings sind einzig joxi’s schuld. (so einfach ist das mit der schuldzuschieberei)

    @C_B: contenance und vier ausrufezeichen in einem beitrag gehen nicht.

    meint c am 13.05.2005 um 18:55 via Kommentar


  23. beide protagonisten haben verloren. der eine ahnte nichts davon; der andere wollte es vielleicht gern sein.

    meint hartmut am 13.05.2005 um 21:11 via Kommentar


  24. Wenn man sich den Text von Klaus Zehrer durchliest, dann kommt einem der Stil ja schon sehr bekannt vor, mir jedenfalls, und das ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich war der Herr ja mal Titanic-Praktikant. (Google-Leser wissen mehr!)
    Kein Fake also, das Ganze, sondern einfach nur Satire. Da muss man sich als Texter keine großen Gedanken machen. Im Umfeld der Titanic gibt es zwar eine Menge Leute, die die Werbung nicht so arg lieben, aber das hindert einige von ihnen auch nicht daran, in ihr zu arbeiten.

    meint Unterbezahltes Texttalent am 13.05.2005 um 21:42 via Kommentar


  25. Ich hab’s immer gern, wenn uns Werbern ans Bein gepisst wird. Passiert viel zu selten.

    meint fürstibürsti am 13.05.2005 um 22:51 via Kommentar


  26. lol. wer ist dieser zehrer?

    meint phil am 13.05.2005 um 23:27 via Kommentar


  27. Moment mal! Der Humor ist sehr gut insgesamt. Dr. Zehrer spielt einen sehr schwulen Fußball, sowohl sprachlich, als auch metaphorisch, wenn ich das als quasi Eingeweihter einmal sagen darf. Weiter so, Du bist Deutschland!

    meint Einer am 14.05.2005 um 13:19 via Kommentar


  28. GÖTTLICH!

    meint Robat am 14.05.2005 um 13:25 via Kommentar


  29. > Wer nichts wird, wird Werber.

    Danke für den Spruch. Hört sich gut an, muß man auch mal sagen!

    Beim Reklame Machen wird man nunmal dafür bezahlt, andern Leutes Sachen besser zu verkaufen. Da kann man nichts machen, das ist die Wahrheit.

    Aber der Werber meint oft, er macht Kunst. Weil der sich nur mit Werbern darüber unterhält.

    meint Jean Luc am 14.05.2005 um 15:24 via Kommentar


  30. Ich würde lieber Pianist in einem Bordell sein, als in der Werbung arbeiten …

    [Zit. Prof. Dr. Dieter Herbst]

    meint Tonikink am 14.05.2005 um 15:34 via Kommentar


  31. Seit wann kann man “nichtsnutzig” steigern?

    meint gzuf am 14.05.2005 um 16:17 via Kommentar


  32. Großes Tennis sieht anders aus.
    Ich hätte dem Herrn Folgendes zurückgeschrieben:

    “Sehr geehrter Herr Dr. Zehrer,
    wir bedanken uns für Ihre nette Antwort wie für einen juckenden Hautausschlag an der Rosette. Ihre ideologischen Gründe und Ihre persönliche Meinung zu unserer Kampagne für die Firma Alois Müller war zwar nicht gefragt, aber schön, daß Sie Ihrem Herzen Luft gemacht haben. Jeder Zwerg fängt klein an.
    Wir dürfen Ihnen versichern, daß unsere “hirnzersetzende Kampagne” uns einen Umsatz von mehreren Hundertausend Euro eingebracht hat - ebenso übrigens wie natürlich der Firma Müller.
    Nur, falls es Sie interessieren sollte und Sie in der Lage sind, über ihren akademischen Tellerand hinauszusehen: ohne Werbung wird in diesem Lande nichts verkauft. Deswegen suchen wir ja gute Texter.
    Nach Ihrer verbalen Diarrhoe sind wir jedoch der Ansicht, daß sich solche bei einem Professor wie Ihnen nicht finden lassen. Wir wünschen gute Besserung.”

    meint ThiloS am 14.05.2005 um 17:18 via Kommentar


  33. @ThiloS

    Zum Glück hast Du nicht zurückgeschrieben. Die Jungs von S&J mögen nämlich weder schlechte Texte noch falsches Deutsch. Und ein paar Kraftausdrücke machen aus einem schlechten Text keinen guten Brief. Typisch Slammer.

    meint ch am 14.05.2005 um 20:58 via Kommentar


  34. Oder hat S&J gerade das virale Marketing entdeckt? Und alle fallen darauf rein? ;-)

    meint Diego Bernardini am 14.05.2005 um 22:13 via Kommentar


  35. >einen Umsatz von mehreren Hundertausend Euro

    der erfolg war immer der grösste lügner.
    (nietzsche)

    meint c am 15.05.2005 um 10:10 via Kommentar


  36. thilo, das war kein tennis, das war fußball. und außerdem ein eigentor.

    (offtopic: “c”, in einem früheren eintrag hast du erwähnt, dass du in amerika arbeitest oder gearbeitet hast? könntest du mir eventuell deine email-adresse zukommen lassen? ich hätte da ein paar fragen, da mich schon lange ähnliche pläne plagen. also, ich meine, ich möchte es wagen… naja, du verstehst schon… zwecks kontaktaufnahme hier meine spam-adresse: ender@freakmail.de)

    meint Sav am 15.05.2005 um 14:04 via Kommentar


  37. @Tonikink
    “Sagen Sie meiner Mutter nicht, dass ich in der Werbung bin. Sie denkt, ich sei Pianist in einem Bordell.” Ein uraltes Bonmot von Jacques Séguéla. Wer ist Herr Herbst?

    meint fürstibürsti am 15.05.2005 um 18:47 via Kommentar


  38. @verführer: da einträge hier offensichtlich mehr oder weniger willkürlich gelöscht werden, bitte ich freundlichst darum, mein anliegen an den herrn c weiterzuleiten. meine email-adresse ist ja bekannt… vielen dank.

    meint Sav am 15.05.2005 um 23:30 via Kommentar


  39. > einen Umsatz von mehreren Hundertausend Euro

    Ha ha, ohne die Texte von Thilo S würde Müller ratzfatz Pleite gehen.

    meint Jean Luc am 16.05.2005 um 11:55 via Kommentar


  40. @Sav
    Nein, im Werbewunderland werden in der Regel so gut wie gar keine Kommentare gelöscht.
    Es werden lediglich Kommentare von bislang “unbekannten” Kommentatoren (Kombination aus Name und E-Mail-Adresse) sowie Kommentare mit mehr als zwei Links in die sogenannte “moderation queue” gepackt und müssen von mir erst manuell freigeschaltet werden. Dies geschieht durch einen automatischen Kommentardatenbank-Abgleich und ist im übrigen ein Standard-Feature von Wordpress 1.5, dem hier eingesetzen CMS. Da ich das System jedoch manchmal nur einmal am Tag überprüfe, kann es etwas dauern, bis Kommentare auf der Site erscheinen.
    In Deinem Fall habe ich allerdings Deine zwei Kommentare jetzt zusammengefasst (zumal der zweite offtopic war). Ich denke, das war in Deinem Sinn. Und solltest Du Deine Namens-E-Mail-Kombination nicht ändern, kannst Du zukünftig weiter nach Herzenslust kommentieren.

    meint Verführer am 16.05.2005 um 13:08 via Kommentar


  41. hat mueller eigentlich noch immer dieses unsaegliche ‘muellermilch die schmeckt’ getruller am laufen?

    meint c am 16.05.2005 um 19:31 via Kommentar


  42. Ein hübscher Briefwechsel. Natürlich ist Werbung auch nur ein Job. Der vielleicht gemacht werden muss (aber das ist ein anderes Thema).

    Nur: Wenn Werbung Kunst sein soll, dann sind die Ingenieure von Heckler und Koch auch Künstler. “Alles Müller oder was?” auf eine Ebene mit, na, sagen wir mal Kapielski zu stellen, ist und bleibt ganz einfach entweder Impertinenz oder unglaubliche Dummheit. Wenn sich also der Professor einer staatlichen Hochschule weigert, als verlängerter Arm eines “Geschlechts erfinderischer Zwerge” (ja, Brecht) zu fungieren, geht das voll in Ordnung. Deren Einfluss an der UdK ist ohnehin längst groß genug.

    meint Ex HdK am 17.05.2005 um 10:28 via Kommentar


  43. wie praktisch so ein cms doch sein kann…(;

    meint Sav am 17.05.2005 um 10:54 via Kommentar


  44. @fürstibürsti:
    Herr Dieter Herbst ist gleichfalls Dozent bei GWK. Außerdem Verfasser diverser, gerne trocken zu nennender, Marketing-Fachbücher. Also wäre sein Zitat vielleicht doch eher selbstironisch aufzufassen, respektive resigniert. Es sei denn natürlich, sein Herz hat sich ganz einfach mittlerweile vollständig auf die Auftraggeber-Seite geschlagen, aber da bin ich dann überfragt.

    meint d. am 17.05.2005 um 13:49 via Kommentar


  45. Wenn die Universität der Künste, Berlin einen Fachbereich Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation unterhält, dann ist das eine synergetische Chance, die mit einer so lautenden Korrespondenz des Professors mehr vertan als genutzt wird. Meinen Berufsstand und damit mich in die Nähe etwa von Unanständigen wie Waffenschiebern und Mädchenhändlern gerückt zu sehen beleidigt mich. Die Bildungsbeauftragten sollten eher daran mitwirken, dass Talentierte und Befähigte dieses nun mal nicht mehr wegzuimaginierende Feld der hochrelevanten Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation - die Werbung - besetzen und es nicht zur allgemeinen sprachlichen Verunterschichtung den Minderbegabten überlassen.

    meint TommyKünstlerundWerbetexter am 17.05.2005 um 14:41 via Kommentar


  46. tommy> ruhig blut. exhdk hat ingenieure genannt, die sich laut eines zeit artikels von vor nicht allzulanger zeit in der tat als kuenstler sehen. allerdings ist werbung keine kunst, denn sie hat eine botschaft. kunst dagegen drueckt immer nur sich selbst aus.

    meint c am 17.05.2005 um 19:24 via Kommentar


  47. Naja, ganz so einfach ist das mit der Definition von Kunst ja auch wieder nicht. Zweifellos aber ist Werbung Handwerk. Sicher, es gibt anspruchs- und stilvolle Beispiele (zu denen die Müller Kampagnen sicher nicht zählen). Aber Kunst wurde (trotz vieler Gegenströmungen und idealistischer Vorkämpfer, die aber, wenn wir ehrlich sind, gescheitert sind) immer für Eliten geschaffen. Werbung richtet sich – in der Mehrheit – an die größtmögliche Schnittmenge von Konsumenten.

    Was dabei herauskommt, wenn man es allen recht machen will/muss, sehen wir täglich im Fernsehen und allen anderen Medien.

    Das Problem liegt also mitnichten in der Begabung von “Werbeschaffenden”, sondern im Anspruch. Und damit ist nicht nur ein qualitativer gemeint, sondern vor allem ein moralisch-ethischer. Begabt war Leni Riefenstahl nämlich auch. Aber für die Nazis den besten Imagefilm aller Zeiten zu drehen und dann zu sagen “Ach, mit den Inhalten habe ich nichts zu tun.” ist unverschämt und dumm.

    Darum auch “Geschlecht erfinderischer Zwerge”. Wer für ein Unternehmen Werbung macht, das den Wahlkampf einer rechtsradikalen Partei finanziert oder (wie im Falle der Tabakindustrie) für den Tod von Hunderttausenden Menschen jährlich verantwortlich ist, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er mitnichten Künstler, sondern eine ruchlose Söldnerseele ist. Und von da ist es nur noch ein ganz kleiner Schritt (wenn überhaupt) zu Heckler und Koch.

    Dass Werbung einen wesentlichen Teilbereich der Wirtschafts- und Gesellschaftskommunikation darstellt, ist im übrigen an der UdK unbestritten. Es bestehen viele Verbindungen (wie schon mehrfach oben erwähnt) zu Agenturen, es gibt sogar eine auf Initiative von UdK-Studenten gegründete Werbeagentur (Töchter und Söhne). Und darum halte ich es für Professor Zehrers gutes Recht, eine bissige – private! – Antwort auf ein extrem mies getextetes Standardrekrutierungsschreiben zu verfassen.

    meint Ex HdK am 18.05.2005 um 10:00 via Kommentar


  48. @Tommy: War das ein ernst gemeinter Beitrag? Wenn nicht: Sehr schön. Wenn doch: Gute Besserung.

    meint ramses101 am 18.05.2005 um 10:38 via Kommentar


  49. Schließe mich Kommentar XXXII an.

    Plus:
    Eine (leider) beispielhafte Reaktion für die immer wieder geforderte enge Zusammenarbeit von Bildung und Wirtschaft.
    Vermute darüber hinaus, die akademische und lebensfremde Filzlaus Zehrer läßt sich von seiner Frau die Pullies aussuchen, sofern ein Weibchen so dämlich war, diesen Bock zu ehelichen.

    meint Günther Marschall am 18.05.2005 um 11:58 via Kommentar


  50. Stereotype Vorurteile und Schubladenpolemik helfen da leider auch nicht weiter. Und wenn man sich die sogenannten Dozenten der wirtschaftlichen (und somit absolut lebensnahen?) Texterschmiede anschaut, sieht es größtenteils sogar noch schlimmer aus.

    meint Ex HdK am 18.05.2005 um 16:51 via Kommentar


  51. Prof. Gaede (damals noch HdK) war auch Dozent an der Texterschmiede. Allein deshalb fällt es mir schon schwer, diesen Briefwechsel für voll zu nehmen. Ein UdK-Prof weiß, was ein Werbetsexter macht (er bildet sie ja aus) und S&J weiß, dass an der UdK Texter gemacht werden.

    meint ramses101 am 18.05.2005 um 17:11 via Kommentar


  52. Dieses Forum ist Wahnsinn. Die Antwort vom Prof. ist doch klasse. Und es ist offensichtlich reine Satire. Absurd, Sie anders zu beurteilen. Mit Worten wird gespielt. Was beleidigt sind nie Woerter…

    Um sicher zu gehen, und tatsaechlich nicht missverstanden zu werden, haette ich vielleicht ein schwules “ps: blablabla” hinzugefuegt. Aber das waer auch nur meine schwule art gewesen, und ohne “ps” finde ich es viel besser. Wie man so schoen auf italienisch sagt: Chi ha orecchie da intendere, intenda! (d.h. die intention der mail ist nur von denjenigen verstanden zu werden, die es auch in der lage sind)

    Im uebrigen: ich haette geanwortet, dass ich mich fuer die aeusserst positive reaktion vom prof. bedanke und mich darauf freue, zahlreiche neue praktikanten aus der udk bei s&j begruessen zu duerfen…

    (schwules) ps: entschuldigt bitte meine grammatik und rechtschreibung, ich bin ja auslaender

    meint UB-CH am 19.05.2005 um 19:01 via Kommentar


  53. >Zweifellos aber ist Werbung Handwerk.

    nein, werbung ist kein handwerk. sagt wikipedia: Als Handwerk wird der Berufsstand und die gewerbliche Tätigkeit bezeichnet, bei der meist auf Bestellung ein Produkt oder eine Dienstleistung unmittelbar für den Verbraucher hergestellt wird. Es steht somit im Gegensatz zur industriellen Massenproduktion auf Vorrat. Wer Handwerker ist und wer ein sonstiges Gewerbe betreibt, ist in der Handwerksordnung festgelegt. wenn ich aus dem fenster blicke, kann ich dort eine vier etagen tiefe grube sehen, in die gerade das fundament fuer einen wolkenkratzer gegossen wird. im angesicht der schwitzenden haarberge dort unten kann ich mich nicht als handwerker bezeichnen.

    >Werbung richtet sich – in der Mehrheit – an die größtmögliche Schnittmenge von Konsumenten.
    das stimmt zwar, ist aber meines erachtens eher problem denn loesung. werbung versucht, meinungsmacher anzusprechen, menschen, die cool fuer andere cool machen, zu ueberzeugen, produkt oder leistung freunden zu empfehlen. (siehe malcolm gladwell, the tipping point) das ist natuerlich ausserordentlich schwierig. dennoch, ich halte werbung, die sich an ‘alles und jeden’ richtet, fuer verschwendung und mangelhaft geplant.

    >Das Problem liegt also mitnichten in der Begabung von “Werbeschaffenden”, sondern im Anspruch.
    richtig, faulheit kann man es auch nennen. (ich neige zu der annahme, dass jeder eine gute kampagne produzieren kann, wenn er /sie sich nur lange genug hinsetzt und anschliessend fuer eine gute idee auch kaempft, denn werbung ist, wie der verfuehrer uns lehrt, keine gehirnchirurgie.)

    der schritt von tabakwerbung zu automatischen waffen ist nicht so klein, wie deine trivialisierung klingen laesst. es gibt einen unterschied liegt zwischen latent/fahrlaessig gefaehrdenten und direkt offensiven produkten. ich habe kein problem mit zigarettenwerbung, waffenprodukte dagegen halte ich fuer eine kategorie, fuer die ich nicht werben koennte (obwohl: ich lebe in den usa).

    meint c am 19.05.2005 um 19:37 via Kommentar


  54. nochmal @ramses:
    Ich hatte das oben schon versucht, klar zu machen, aber du scheinst mir nicht zu glauben. Darum deutlicher: ich habe selbst GWK studiert und kann dir deshalb versichern, daß NICHT jeder UdK-Prof weiß, was ein Werbetexter macht. Und mit der Behauptung, ein UdK-Prof würde Werbetexter ausbilden, dürftest du mindestens 80% dieser Berufsgruppe gegen dich aufbringen.

    Abgesehen davon, daß die UdK in erster Linie eine KUNST-Hochschule ist und GWK dort nur ein mehr als kritisch beäugtes Exotendasein führt (”die” haben ja Geld, “die” stehen ja ständig in der Presse usw.), versteht sich auch GWK selbst keinesfalls als expliziter “Werbe-Studiengang”. Die meisten Studenten sehen das zwar anders und studieren hier tatsächlich, um später in die Werbung zu gehen. Und natürlich gibt es auch eine ganze Reihe (teils hervorragender) Fach- und Praxis-Kenner, die genau das lehren.

    Aber genauso gibt es eine Gruppe an GWK-Professoren, die mit Werbung überhaupt nichts anfangen können oder sie sogar ablehnen. Wird vielleicht nachvollziehbar, wenn du z.B. hörst, daß man als GWK-Student auch ein Ergänzungsfach belegen muß - und hier steht nicht nur BWL zur Auswahl, sondern, absolut gleichwertig, Politologie/Soziologie. Aber sogar die (zum Ende meiner Zeit, jedenfalls) kommissarische Leiterin des Studienganges, Frau Rucktäschel, hat praktisch keinerlei Bezug zu Werbung und bietet (im Themenbereich “Textgestaltung”, wohlgemerkt) Seminare zu Themen wie “Leitbild Leistung: Wie sehr definieren wir uns über Erwerbsarbeit?” u.ä. an.

    Herrn Zehrer habe ich persönlich nicht mehr erlebt. Aber da seine Antwortmail keinerlei eindeutige Zeichen von Satire enthält (die können wir nur sehen, wenn wir einfach voraussetzen, er sei “vom Fach” - was aber, siehe oben, nicht einfach vorausgesetzt werden kann), nehme ich wirklich an, er meint das ernst.

    Wobei ich mich gerne widerlegt sehen würde, denn ein solches schwarz-weiß-Denken, wie es seine Mail - und auch einige der Kommentare hier - m.M. zum Ausdruck bringt, sorgt jedesmal dafür, daß ich mich schütteln muß.

    meint d. am 20.05.2005 um 10:40 via Kommentar


  55. @d: Das ist in der Tat nicht bei mir angekommen. Ich hätte zumindest von den GWK-Leuten gedacht, dass die sich in irgend einer Form als Elite-Schmiede oder was auch immer sehen (was ja auch nicht falsch ist) und eben Texter “produzieren” (dass man nach der UdK bzw GWK-Studium nicht zwangsläufig Texter werden muss, ist mir klar.)

    Bis zu deiner Erklärung gerade klang das ganze für mich halt so in der Art, als würde ein Prof. Meffert von einem PM aus der Industrie einen Brief mit der Erklärung bekommen, was man als PM so macht. Das war es, was mir komisch vorkam.

    meint ramses101 am 20.05.2005 um 12:05 via Kommentar


  56. Und wie es sich wirklich zutrug, kann man hier lesen:
    http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=180

    meint tknuewer am 24.05.2005 um 15:47 via Kommentar


  57. Der Zehrer? Klaus Cäsar Zehrer, geboren 1969 in Schwabach (Mittelfranken). Studierte Angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg?

    Achtung Satire!!! 2002 Promotion in Bremen mit der Dissertation “Dialektik der Satire”.

    Aber gut, dass sich hier, bei AnkeGroener und beim handelsblatt-knüwer-blog so viele Leute ihre Gedanken machen, und ohne sich mal schlau zu machen.

    meint Cay am 29.05.2005 um 15:40 via Kommentar


  58. Apropos schlau machen: Wie die Antwort von Klaus Cäsar Zehrer an Thomas Knüwer belegt, war der E-Briefwechsel alles andere als Satire, das Schreiben von Zehrer lediglich polemisch zugespitzt.
    Vorheriger Kommentar ist also höchstens ein weiterer Beweis, dass wir postmodernen Mediennutzer (und vor allem: Medienprofis) immer seltener in der Lage sind, Dinge als wahrhaft oder ernst gemeint zu erkennen, geschweige denn zu akzeptieren. Alles ist intellektuelles Versteckspiel, ist ironische Distanz, ist Fake.

    meint Verführer am 29.05.2005 um 18:31 via Kommentar


  59. Also mit Verlaub: die Kamelle, dass Werbetexter ganz furchtbare vaterlandslose Gesellen sind, die durch hintertückisches Geschreibsel die Welt mit verführendem Müll befüllen, ist doch keine, die an der UdK noch gelutscht wird, oder? Wenn es eine Adresse gibt, an der man die Angelegenheit etwas differenzierter sehen sollte, dann doch eigentlich bei den GWKlern. Und selbst wenn der eine oder andere Professor da seine Probleme mit den Werbern haben mag, dann wird er doch nicht gleich ausfallend? Das käme mir komisch vor.
    Ich bin im Lager derer, die das für cooles Springer & Jakoby / UdK - Blogmarketing halten. Hut ab, denn wir machen alle mit!

    meint Martin am 02.06.2005 um 10:39 via Kommentar


  60. Obwohl ich schon immer vermutet hatte, dass alles Schlechte, was man über uns Werbefuzzis so erzählt, wirklich zutrifft, nämlich auf die Marketingheinis, muss ich zugeben: Die geistige Verfassung von Martin, die ist so bemitleidenswert, dazu fällt mir nichts mehr ein.

    meint Unterbezahltes Texttalent am 03.06.2005 um 13:33 via Kommentar


  61. Hm. Das unterbezahlte Texttalent beleidigt anonym, und teilt dazu nicht einmal mit, was so schlimm an meiner geistigen Verfassung ist. Ich bin ja gerne bereit, mich zu bessern, wenn ich doch nur wüßte, an welcher Stelle? Ich weiß nicht, ob das unverständlich geblieben ist - ich hatte da Partei FÜR die Werbetexter ergriffen. Auch die unterbezahlten. Vielleicht liegt’s an der eigenen mangelnden geistigen Verfassung - und daher womöglich auch das wenige Geld?

    meint Martin am 06.06.2005 um 15:19 via Kommentar


  62. Zuerst der Sprachtipp: An einer geistigen Verfassung kann es einem gar nicht mangeln, nur dass diejenige des einen eben dazu geeignet ist, Mitleid zu erregen, während dies bei dem anderen nicht der Fall ist.
    Mein Verdienst liegt, zweitens, weit über dem Branchendurchschnitt, ist aber dennoch sehr gering, weil wir Texter zu Beginn unserer Karriere bekanntlich alle mit einem Hungerlohn abgespeist werden. Drittens wahre ich die Anonymität nicht, um Sie besser beleidigen zu können, sondern aus Gründen des Spamschutzes. (Eine Homepage, auf die ich verlinken könnte, habe ich gar nicht.) Tja, und viertens würde ich Ihnen mal empfehlen, dem Link von Thomas Knüwer zu folgen. Da wird das Geheimnis um Klaus Cäsar Zehrer nämlich aufgelöst. Eben dies, dem Link folgen, hätten Sie aber auch schon früher tun können, und da Sie dazu anscheinend nicht in der Lage waren, sprach ich von einer bemitleidenswerten geistigen Verfassung.
    Zu guter Letzt sollte Ihnen eigentlich auch aufgefallen sein, dass die ganze Chose dem Ansehen von S & J nicht eben dienlich gewesen ist. Was soll denn das für eine Art von Marketing sein, überall bekannt zu machen, dass man dazu im Stande ist, völlig unbedarft getextete Briefchen an Hochschuldozenten zu verschicken, die dann ihrerseits mit einem sehr viel besser geschriebenen Brief reagieren?
    Ist das die Message, die uns S & J zukommen lassen möchte: Wenn Du gut texten kannst, bist Du bei uns gewiss fehl am Platze?

    meint Unterbezahltes Texttalent am 06.06.2005 um 17:47 via Kommentar


  63. >Ist das die Message, die uns S & J zukommen lassen möchte: Wenn Du gut texten kannst, bist Du bei uns gewiss fehl am Platze?

    das kommt dabei heraus, wenn man die marketingpraccountexectypen briefe schreiben laesst.

    meint c am 06.06.2005 um 20:26 via Kommentar


  64. Zum Sprachtipp: Den Schuh ziehe ich mir an - erst nachdem ich meinen Kommentar abgeschickt hatte, fiel mir auf, dass ich mir mit “mangelnder geistiger Verfassung” einen sprachlichen Lapsus geleistet hatte. Unangenehm, insbesondere in diesem “Forum”. Aber einen Nachtrag im Sinne von “Ups, kleiner Tippfehler” war mir dann zu albern. Also: Punkt für Sie.

    Zur Anonymität: Das ist unehrlich. Den eigenen Namen zu nennen, setzt einen noch nicht den Spam-Attacken aus. Wer meinem Link folgt, sieht sofort, dass ich Martin Oetting bin und in Berlin lebe. Sie müssen ja keine eigene Internetseite haben. Aber den eigenen Namen zu nennen, wenn man andere beschimpft, ist meiner Ansicht nach das Mindeste. Ich würde behaupten, dass Sie eher Angst “vor Google” haben, weil nämlich ein künftiger Arbeitgeber, der vielleicht ein etwas besseres Textergehalt bezahlen möchte, bei der Recherche im Netz ggf. irgendwann Ihre Tirade hier finden könnte.

    Dass es auf bemitleidenswerte geistige Verfassung schließen lässt, wenn ich nicht auf jeden Link klicke, den es hier zu finden gibt, finde ich erstaunlich. Hätte man mir Faulheit vorgeworfen oder mangelndes Interesse an allen Einzelheiten, die hier besprochen werden – zu recht. Aber auf den Gesamtzustand meiner geistigen Verfassung zu schließen… also ich weiß nicht. Ich war einfach nur amüsiert davon, dass dieser Briefwechsel hier für so viel Stimmung sorgt.

    Und zuletzt: die Bewertung des Antwortschreibens ist eine sehr subjektive Sache. Man kann Aussagen wie “… daß das Verfassen von Reklametexten zu den unwürdigsten und nichtsnutzigsten Tätigkeiten auf Erden zählt. Insbesondere die Kampagne für den Molkereihalunken Alois Müller ist ein hirnzersetzender Scheißdreck historischen Ausmaßes…” gern für guten Text halten. Muss man aber nicht. Ich persönlich finde solches Rumproletisieren armselig.

    Diese Auseinandersetzung dagegen macht mir großen Spaß! Allerdings würde ich gern vorschlagen, die Diskussion per E-Mail weiterzuführen, denn das ist ja hier sicher nicht mehr der richtige Rahmen dafür- was sollen denn die Leute denken!? Meine E-Mail Adresse finden Sie auch auf meiner Seite. :-)

    meint Martin am 07.06.2005 um 11:23 via Kommentar


  65. In überhaupts gar keinem Forum macht man auf sprachliche Lapsusse aufmerksam. Und punkten kann man schon gar nicht damit, wenn man sie findet. Lapsen können jedem mal passieren. Sogar mich.

    meint überbezahlter fürstibürsti am 07.06.2005 um 12:10 via Kommentar



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